7 Zucker Alternativen – welches sind meine Favoriten? Und 3 süsse Rezepte


Wer liebt nicht auch ein Dessert nach dem Essen, ein Schöggeli zwischendurch oder einen süssen Snack? Jedoch wissen wir längst, dass zu viel Zucker nicht gerade gesund ist. Ich liebe Süsses in allen möglichen Variationen und esse jeden Tag in irgendeiner Form Süsses. Jedoch ernähre ich mich aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Jahren fast vollständig frei von weissem Zucker und greife daher gerne auf Alternativen zurück.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Zucker Alternativen auf dem Markt und jeder kann sich nach Belieben sein Favorit auswählen.

Doch welcher Ersatz ist für was geeignet? Meine Erkenntnisse zu den Zucker Alternativen teile ich in diesem Blogpost mit euch und habe auch gleich noch drei leckere süsse Rezepte kreiert. Diese kommen ganz ohne weissen Zucker aus und beeinflussen den Blutzucker gar nicht oder nicht wesentlich.


Für diesen Bericht habe ich einige Zuckerarten ausgewählt, die ich auch selber in der täglichen Küche verwende und stelle euch diese genauer vor. Viel Spass beim Lesen und ausprobieren.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Migros




Ahornsirup


Wer liebt nicht eine grosse Portion Pancakes mit reichlich Ahornsirup darüber zum Sonntagsbrunch? Mit Pancakes wird das kanadische Süssungsmittel zumindest oft in Verbindung gebracht.

Der Ahornsirup stammt aus Kanada und ist ein naturbelassenes Produkt, welches keine weiteren Zusatzstoffe enthält. Der gesammelte Pflanzensaft, wird traditionell über einem Holzfeuer eingedickt. Durch das Kochen karamellisiert der Saft und es entsteht der beliebte Maple Syrup. Wie es auf der kanadischen Flagge ersichtlich ist, ist Kanada das Mutterland von Ahornsirup und auch der grösste Exporteur. Allerdings ist der Begriff Ahornsirup nicht geschützt und durch die aufwendige Herstellung und den teuren Preis, wurde er in den letzten Jahren immer häufiger mit Zuckerwasser gepanscht. Wenn Ihr also beim nächsten Einkauf auf Nummer sicher gehen wollt, kauft einen Bio-Ahornsirup.

Wenn ihr den gesundheitlichen Aspekt betrachtet, gilt: je dunkler der Ahornsirup umso mehr Antioxidantien enthält er und somit gesünder ist er. Deshalb kannst du beim nächsten Einkauf ebenso auf die Farbe von Maple Sirup achten.

Natürlich darf Maple Sirup auf meinen Pancakes nie fehlen. Doch ich verwende Ahornsirup auch zum Backen und in meinen Zmorge Müesli, aber auch in Salatsaucen macht sich ein wenig Ahornsirup wunderbar.





Kokosblütensirup

Kokosblütensirup wird aus dem Saft der Kokosblüten hergestellt. Dazu klettern die Bauern aus Südostasien in die Kronen der Palmen und zapfen die Palmblüten an. Der gewonnene Saft wird anschliessend erhitzt und eingedampft, bis schließlich - der leicht an Karamell erinnernde - Kokosnektar oder eben Kokosblütensirup daraus entsteht.

Der glykämische Index von Kokosblütensirup ist mit 35 eher tief und der Blutzuckerspiegel schnellt nur langsam in die Höhe. Das bedeutet, dass Kokosblütenzucker im Gegensatz zu Weissem Zucker länger satt hält und der Blutzuckerspiegel keine Achterbahn fährt.

Kokosnektar kann man 1:1 mit Zucker ersetzen eignet sich genau wie normaler Haushaltszucker zum Kochen und Backen. Aber auch zum Süssen im Kaffee, für Obstsalat, zum Verfeinern von Salaten, Saucen oder in asiatischen Gerichten kann Kokosblütennektar eingesetzt werden.





Dattelsirup

Ein orientalisches Süssungsmittel das schon seit Jahrhunderten für ihre Eigenschaften geschätzt wird.

Der Dattelsirup ist ein naturbelassenes Produkt voller Vitalstoffe. Dem Sirup wird nachgesagt, dass er ein hervorragendes Heilmittel gegen bakterielle Infektionen ist und Bakterien aller Art vernichtet.

Um Dattelsirup herzustellen, werden zunächst die Datteln entsteint und mit Wasser eingekocht. Anschließend werden sie gepresst, filtriert und zu einem Sirup eingedickt. Als letzter Schritt wird der Sirup nochmals gefiltert, abgefüllt, verpackt und schon ist er genussfertig.

Ein natürliches Süßungsmittel aus Datteln. Mit seinem fruchtigen Eigenschmack passt der Sirup zu Backwaren und Desserts, Getränken und Joghurt sowie zum Abrunden pikanter Gerichte.





Agavensirup

Was haben Mezcal und Agavensirup gemeinsam? Genau, es handelt sich um dieselbe Pflanze. Nämlich die Agave, ein in Mexiko vorkommender Kaktus.

Um Agavendicksaft herzustellen, wird der Saft der Agave abgezapft und zu Sirup eingekocht. Die Konsistenz von Agavendicksaft im Gegensatz zu anderen Pflanzendicksäfte ist dünnflüssiger und schneller löslich.

Wie auch bei anderen Dicksäften ist der glykämische Index von Agavensirup ausgesprochen niedrig und hat deshalb kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Die glykämische Last von Agavendicksaft gehört zu den niedrigsten unter allen Süßungsmitteln.

Da sich Agavendicksaft schnell löst, kann er gut zum Abrunden von Salatsoßen oder etwa zum Süssen von Kalt- oder Heißgetränken verwendet werden. Aber auch als Brotaufstrich oder zum Süßen von Müsli eignet sich Agavensirup hervorragend.





Reissirup

Reissirup wird gewonnen, indem gemahlener Reis in Wasser aufgelöst und zu Sirup eingekocht wird. Dabei wird die Reisstärke in Mehrfachzucker, Malz- und Traubenzucker aufgespalten.Reissirup wird in der asiatischen Küche schon seit langem als Süssungsmittel eingesetzt, erfreut er sich nun auch in unseren Breitengraden immer größerer Beliebtheit. Die Konsistenz und Farbe von Reissirup ähnelt der von Honig.

Reissirup enthält zahlreiche natürliche Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium, die für Knochen, Muskeln und die Blutbildung wichtig sind.

Des Weiteren enthält Reissirup keinen Fruchtzucker, so dass sich der Sirup bei Fructoseintoleranz oder Fructose-Malabsorption als ideale Zuckeralternative anbietet.

Reissirup kannst du in Müesli, zum Backen oder auch für salzige Gerichte verwenden.





Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Schneidet man die Blütenknospe der Kokospalme an, tritt dort ein Saft aus, welcher als Kokosnektar bezeichnet wird. Dieser Nektar wird in einem Behälter aufgefangen und entweder aufgekocht oder bei niedriger Temperatur mit einem so genannten Vakuum-Dampfkocher bearbeitet, um die Kokosblütenzuckerkristalle entstehen zu lassen. Eine Kokospalme kann so für über 70 Jahre Nektar hervorbringen.

Kokosblütenzucker fördert im Vergleich zu hoch-glykämischen Süssungsmitteln eine langsamere Energieausschüttung, da der Glykämische Index (GI) bei 35 liegt. Dies führt dazu, dass man einerseits länger gesättigt und andererseits keine Zuckerhochs und -tiefs hat. Daher ist Kokosblütenzucker auch für Diabetiker geeignet.

Kokosblütenzucker wird im asiatischen Raum zum Süssen verwendet und gewinnt auch in der westlichen Küche immer grösserer Beliebtheit. Kokosblütenzucker ersetze ich 1:1 mit herkömmlichem Zucker, vor allem aber zum Backen.



Vollrohrzucker

Vollrohrzucker wird aus Zuckerrohr gewonnen und ist etwas weniger süss als Haushaltszucker. Er hat zudem einen leicht karamellartigen Geschmack. Dieser Zucker enthält noch mehr Mineralstoffe und Spurenelemente.

Für die Herstellung von Vollrohrzucker wird das Zuckerrohr durch Walzen gepresst. Der daraus gewonnene Zuckerrohrsaft wird zu Sirup eingekocht, getrocknet und fein vermahlen. Durch die Herstellung von Vollrohrzucker findet keine Raffination statt, was bedeutet Melasse und Zuckerkristalle werden nicht voneinander getrennt. Somit bleiben viele natürliche Bestandteile erhalten.

Betreffend Insulinspiegel macht es jedoch keinen Unterschied zu weissem Zucker, denn er lässt den Blutzuckerspiegel genauso rasch ansteigen.

Vollrohrzucker kann man mit weissem Zucker austauschen. Allenfalls muss man etwas mehr verwenden, damit man dieselbe Süsse erhält.



Welcher Ersatz verwende ich in meiner Küche?

In meiner Küche ist immer Ahornsirup und Kokosblütenzucker zu finden. Diese beiden sind meine persönlichen Favoriten. Da ich auf den Blutzuckerspiegel achte, verwende ich Alternativen die einen niedrigen glykämischen Index haben. Dazu findet ihr viele Listen im Internet.

Wenn ich Puderzucker benötige, besteht dieser aus Birkenzucker. Gerade jetzt in der Vor- Weihnachtszeit, brauche ich den ziemlich häufig. Mein Motto ist jedoch, alles im Masse zu geniessen. Deshalb auch bei den Zuckeralternativen auf die richtige Menge achten und es mit dem Verzehr nicht übertreiben.

Jetzt aber zu den drei Rezepten, die ich für euch aus Zuckeralternativen kreiert habe. Ein veganer Russenzopf, mit Kokosblütenzucker und Dattelsüsse in der Füllung. Die frische Glasur aus Zitronensaft und Birkenpuderzucker, passt wunderbar zum nussigen Innenleben.

Die Baumnuss Guetzli haben sich während meiner Weihnachtsbäckerei zu meinen Favoriten gemausert. Dieses Jahr kommen sie ganz ohne weissen Zucker aus, dafür mit Vollrohrzucker und einer süssen Glasur.

Das dritte Rezept ist ein leckeres Frühstück oder Znüni - ein Apple Pie im Glas. Perfekt zum Mitnehmen und natürlich super schnell gemacht.






Russenzopf vegan

Ein beliebter Klassiker


Was du brauchst


· 300 g Dinkelmehl, hell

· 1/4 TL Salz

· 3 EL Kokosblütenzucker von Alnatura

· 1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale

· 8 g Hefe, frisch

· 25 g Alsan Margarine, weich oder Kokosöl, flüssig

· 130 ml Pflanzliche Milch, Zimmertemperatur


So geht's


1. Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen

2. Nach und nach alle Zutaten dazu geben und zu einem Teig kneten. Bei Raumtemperatur ca. 90 Minuten ums Doppelte aufgehen lassen.


Füllung


· 160 g gemahlene Haselnüsse

· 4 EL Kokosblütenzucker

· 2 EL Dattelsüsse

· 1 Zitrone, Bio Saft und abgeriebene Schale

· 1 TL Zimt

· 100ml Pflanzliche Milch


So geht's


1. Alle Zutaten miteinander vermischen.

Formen


1. Teig zu einem Rechteck ca. 30x40 cm auswallen und die Füllung darauf verteilen.

2. Von der schmalen Seite her aufrollen und ca. 30 Minuten kühl stellen.

3. Backofen auf 180 Grad Ober- Unterhitze vorheizen.

4. Teig von der langen Seite her halbieren und die Teile ineinander verschlingen. Die Schnittfläche zeigt dabei nach oben.

5. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und ca. 35 - 40 Minuten backen.


Glasur


5 EL Birkenpuderzucker (Birkenzucker im Mixer kurz fein mahlen)

1 EL Zitronensaft


Alles vermischen und über den noch heissen Russenzopf verteilen.


Baumnuss-Guetzli

Darf auf keinen Fall in der Guetzli Dose fehlen


Was du brauchst (Ergibt ca. 40 Stück)


· 1 EL Chiasamen, fein gemahlen mit 4 EL Wasser vermischen und 10 Minuten quellen lassen.

· 180 g Vollrohrzucker

· 200 g Baumnüsse (Im Mixer gemahlen)

· 130 g Haselnüsse, gemahlen

Glasur


· 150 Birkenpuderzucker (Birkenpuderzucker im Mixer fein mahlen)

· 2 EL Wasser

So geht's

1. Alle Zutaten bis zu den Haselnüssen in einer Schüssel vermischen und zu einem festen Teig kneten.

2. Alles in einer Schüssel gut vermischen. Die Guetzli in die Glasur tauchen und mit einer Baumnusshälfte verzieren. Trocknen lassen.

3. In einer Guetzli Dose aufbewahren.





Apple-Pie im Glas

Der perfekte Zmorge für kalte Herbsttage


Ich liebe Äpfel das ganze Jahr über, aber im Herbst mag ich die all die verschiedenen Sorten besonders gerne. Am liebsten esse ich sie roh als Snack, aber auch zum Frühstück in Form eines Apples Pies im Glas schmecken sie mir wahnsinnig gut.


Was du brauchst

· 1 Apfel, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten

· 1 EL Kokosöl

· 1 EL Agavendicksaft

· 1 TL Zimt

· 1 TL Vanille

· 200 g Kokosjoghurt-Alternative

So geht's


Alle Zutaten in der Bratpfanne auf mittlerer Stufe ca. 5 Minuten anbraten. In ein Glas abfüllen.


Topping


· 1 EL Kokosöl, flüssig

· 1 EL Ahornsirup

· 1 TL Zimt

· 1 TL Ingwerpulver

· 5 EL Haferflocken, glutenfrei

· 3 EL Sonnenblumenkerne


So geht's


1. Alle Zutaten zusammen vermischen, auf ein Backblech geben und für 10 Minuten bei 140 Grad goldbraun rösten.

2. Das Glas mit den Äpfeln und dem Kokosjoghurt befüllen, danach mit dem Granola toppen. Dieses Frühstück ist ideal für kühle Herbsttage und zum Mitnehmen.


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